Dieses Rohmaterial ist nur fuer Sie, Herr Waetjen. Es wird zu Dresden noch aufbereitet, gekuerzt, verschoenert, und mitlinks versehen, sodass auch die Fokussierung auf Metadaten staerker hervortritt. zugleich dient es aber als Stichpunktsammlung f.ein laengeres Paper/COnf.text?, den ich gerne mit Ihnen hierzu machen wuerde.. Ihr E.Hilf 28.9.2002 10.30 Sa.
Dresden 2002 DINI Jahrestagung

Draft zu Thesen zu Vortrag E. R. Hilf

  1. eLearning soll die Lehre effizienter und qualifizierter machen. Daher muss die Vielfalt der Möglichkeiten ausgelotet, erkundet und erpbrobt werden.
    1. Vielfalt der Nutzungsformen (Fernstudium, Selbststudium, Weiterbildung, lokaler Kurs, Gemeinschaftsveranstaltung benachbarter Hochschulen,..)
    2. Vielfalt der eL-Objekte: vom einzelnen Applet zur Semester-Veranstaltung.

    Die Abbildung der traditionellen Lehrveranstaltungen (Vorlesung, Übung) auf eLearning greift zu kurz und wird daher wenig Akzeptanz finden (Keiner legt sich gern bei Prokrustes ins Bett).

  2. Die Vielfalt der technischen Anforderungen ist bereits gut im Blick und in Arbeit.
    1. Objekttypen
    2. Formate
    3. Retrieval
    4. archiving
    5. copyright
  3. Vielfalt der Beteiligten und Funktionen erfordert gegenueber wiss. Dokumenten anderen Workflow:
    1. An einem eL-Objekt sind oft viele und verteilte Autoren beteiligt (Einbau von Objekten Dritter),
    2. die Erzeuger (meist/oft nicht die Autoren),
    3. die Rechte-Inhaber,
    4. die Verbreiter,
    5. die Betreuer (lokale Installation und Betreuung),
    6. Nutzer (Dozenten), die die LO lokal für ihren konkreten Einsatz anpassen
    7. Tutoren und Betreuer
    8. Studenten.
  4. Die technischen Anforderungen sind nur lösbar durch
    1. Verteilte Quellen (Objekte verbleiben beim Erzeuger zur Erweiterung und Pflege)
    2. Professionelle, verteilte Arbeitkraft:
      1. Wissenschaftler als Autoren, Editoren, Dozenten,
      2. UBs als Nachweis, Bereitstellung (durch Zugangsrechte (Quellen einkaufen), Downloaden, Pflege).
    3. Umschulung aller Beteiligten
      1. In den Fachwissenschaften wird das Fach Fachinformation eingeführt.
      2. UBs schulen die Dozenten im Einsatz von LO.
      3. RZ bieten Grundkurse f. Studenten
      4. MM bieten Einweisung f. Dozenten zur eigenen Erzeugung von LO.
  5. Kostenmodell
    1. UBs benötigen Mittel f. Quellen einkaufen (wie bisher Bücher,..) und Personal zur Pflege und zur Schulung.
    2. RZ benötigen Mittel f. Bereitstellung und Pflege aller tools und Infrastruktur
  6. Retrieval als eine der genannten technischen Anforderungen. (Zentral bei verteilten Quellen!)
    1. Verteilte DBs mit offenen Schnittstellen (LO-OAi-Provider)
    2. Kern-Satz von Metadaten: internationaler Standard notwendig (DC:education workgroup)[1]. Dient den Suchmaschinen als Suchfelder f.d. Nutzer.
    3. Aufbau-Satz von Metadaten: internationaler Standard nützlich, aber nicht notwendig.Dient der weiteren Information des Anfragenden, wenn er sich f.eine Fundstelle weiter interessiert.
    4. Ergänzungs-Satz von Metadaten: kein internationaler Standard notwendig. Dient der internen genaueren Beschreibung des LO jeweils desjenigen, der sie speichert.
    Daraus folgt: die derzeitigen Anstrengungen f. internationale [2] oder europäische [3] Standards, die sich ausserdem weitgehend bereits ähneln, ist f.d. Praxis irrelevant (bis auf den durch DC bereits abgedeckten Kern-Satz).

    Stand der Metadaten:

    1. Suchmaschinen bedienen i.a. nur (oder weniger) als den Kern-Satz.
    2. Suchende nutzen nicht einmal dies aus, sondern suchen mit (oft irrelevanten) Einwortfragen.
    3. Die Eintragenden von Metadaten von LO in die entsprechende lokale DB nutzen nur wenige Felder [Statistische Erhebung bei LiLi [4]). Felder, die aber nicht eingetragen sind, können auch nicht bei der Suche nutzen.
    4. Nutzer (Dozenten, Studenten), Erzeuger, UBs, RZs, MMs verlangen immer umfangreichere Metadaten-Sätze (meist bereits über 100).
  7. Qualitässicherung. Bei LO ist f.eine Akzeptanz die Einführung eines (oder mehrerer) Qualitätsfilter unabdingbar:
    1. Technische Prüfung
    2. Inhaltsprüfung (Begutachtung durch einen Fach-Wissenschaftler)
    3. Erpobungspfüfung (nennen, wer dieses LO genutzt hat und dessen Erfahrungen)
    4. Bewertung, in welchen Studienabschnitt das LO gehört.
  8. Business Modell: PMM hat als Vorschlag:
    1. freie Zugänglichkeit der Quellen f.d. Hochschulen (Die Erzeuger sind bereits vom Staat finanziert)
    2. Prüfungsleistungen müssen vom Studenten (oder dessen Land) finanziert werden (Prüfung externer Studenten).
    3. der internationale Wettbewerb und die sich abzeichnende Verzahnung der Lehre werden Studiengebühren erzwingen..