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Ein System aus N Teilchen wird durch eine Wellenfunktion beschrieben, die von den N Teilchenkoordinaten abhängt. (Darin sollen
auch evtl. innere Freiheitsgrade wie der Spin der Teilchen enthalten sein):
Falls die
Teilchen identisch sind, so können zwei verschiedene Situationen, in denen nur die ''Numerierung der Teilchen'' anders ist, nicht
unterschieden werden. Deshalb gilt
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit einer gegebenen Konfiguration der Teilchen ändert sich nicht, wenn man die
Teilchenkoordinaten austauscht. Das heißt nicht, daß die Wellenfunktion selbst bei Vertauschung zweier Teilchenkoordinaten gleich
bleibt. Sie kann vielmehr mit einer Zahl vom Betrag 1 (also einer Zahl der Form
multipliziert werden. Bei nochmaliger
Vertauschung ergibt sich wieder der ursprüngliche Wert, so daß man fordern muß:
.
Teilchen, für die die Wellenfunktion bei Vertauschung zweier Teilchenkoordinaten ihr Vorzeichen wechselt,
heißen Fermionen, solche, bei denen der Wert von
unverändert bleibt, Bosonen.
Eine beliebige vorgegebene Mehrteilchenwellenfunktion erfüllt diese Forderungen im allgemeinen nicht. Man kann aber zu jeder
Wellenfunktion
durch ''Symmetrisieren'' bzw. ''Antisymmetrisieren'' eine bosonische / fermionische Wellenfunktion
konstruieren.
Für Fermionen summiert man dazu über alle Vertauschungen (Permutationen) der Teilchenkoordinaten und versieht jeden dieser
Summanden mit dem Signum der Permutation als Vorfaktor. Die Größe sign(P) hat den Wert +1, wenn man die durch P angegebene
Reihenfolge der Zahlen
1,2,...,N durch eine gerade Anzahl von Vertauschungen in die Standardreihenfolge 1,2,...,N bringen
kann, ansonsten ist
sign(P) = -1.
 |
(1) |
Die so entstandene Wellenfunktion
wechselt ihr Vorzeichen bei Vertauschung beliebiger Teilchenkoordinaten (ist hier aber
noch nicht normiert). Für Bosonen muß das sign(P) weggelassen werden. Alle Summanden gehen mit positivem Vorzeichen ein.
Wenn eine Basis
aus Einteilchenwellenfunktionen gegeben ist, dann kann man eine Basis von Mehrteilchenwellenfunktionen
konstruieren, indem man Produkte aus den Einteilchenzuständen bildet:
(wobei die Indizes
alle Einteilchenzustände durchlaufen). Natürlich erfüllen diese
Funktionen noch nicht die Symmetrie-/ Antisymmetriebedingungen beim Vertauschen zweier Teilchenkoordinaten. Durch Symmetrisieren
kommt man bei Bosonen zu den folgenden Mehrteilchenbasisfunktionen:
 |
(2) |
(diese sind hier noch nicht normiert)
Es sind dabei die Zustände
''besetzt''. Bei Bosonen kann ein Zustand in dieser Liste mehrfach vorkommen. Dagegen
würde in solch einem Fall bei Fermionen die antisymmetrisierte Wellenfunktion Null ergeben, weil dann in der Summe z.B. neben
auch
steht. In den fermionischen
Mehrteilchenbasiszuständen darf demnach ein Zustand höchstens einfach besetzt sein. Diese Basiszustände haben allgemein die Form
 |
(3) |
Das entspricht der Definition einer Determinante, die in diesem Fall ''Slater-Determinante'' genannt wird. Für zwei Fermionen in
den (Einteilchen-) Zuständen
und
ist das z.B.
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(4) |
(Wenn dagegen ein Zustand doppelt besetzt ist, sind zwei Zeilen der Determinante gleich, so daß sie Null ergibt)
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Eberhard Hilf
2000-01-19