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Die Bose-Einstein-Kondensation ist ein bemerkenswerter Effekt, der Eintritt, wenn man ein Gas nichtwechselwirkender Bosonen unter
eine bestimmte Übergangstemperatur herunterkühlt. Dann besetzt ein wesentlicher Bruchteil aller Atome den Grundzustand mit der
niedrigsten möglichen Energie für das System. Jeder energetisch höhere Zustand wird von einer zu vernachläsigenden Anzahl von
Bosonen besetzt. Dies gilt insbesondere auch für den energetisch zweitniedrigsten Zustand. Dieser Effekt wäre in Nähe des
absoluten Nullpunktes der Temperatur auch nicht ungewöhnlich. Ein Richtwert wäre etwa 10-14K, weil diese Temperatur mit der
Energielücke zwischem niedrigstem und zweitniedrigstem Energieniveau eines Systems vom Volumen 1cm3 vergleichbar wäre. Die
Kondensationstemperatur liegt für ein Gas aus Heliumatomen jedoch bei der beobachtbaren Dichte von flüssigem Helium bei 3K.
Helium ist das bekannteste Beispiel für das Eintreten einer Bose-Einstein-Kondensation.
Eberhard Hilf
2000-01-19